Art Stripe No. 1 (2001)
"Objective/Correlative"
Die erste Gestaltung des Artstripe als ebenso fundamentale wie formal elegante Auseinandersetzung mit der Frage nach der Abbildbarkeit der Wirklichkeit nicht nur als als philosophisches und künstlerisches Problem, sondern auch als alltägliche Herausforderung für Knowledge Worker wie BeraterInnen, die ua. versuchen sich ein Bild von Unternehmen zu machen.
„Objective/ Correlative“ handelt von der Unmöglichkeit der perfekten Spiegelung und macht die Differenz, die sich zwischen sprachlichen Zeichen, graphischen Formen, Farben und Bildern auftut sichtbar, indem diese unterschiedlichen Beschreibungsmodalitäten neben- und übereinander gelegt werden.
Heinrich Dunst
Geboren 1955 studierte Heinrich Dunst an der Hochschule für angewandten Kunst in Wien, wobei besonders die Begegnung mit Bazon Brock prägend war. Mit einer streng monochromen Malerei, die das Format des Einzelbildes zugunsten einer relationalen Beziehung zwischen Bildserien und Raum verlässt, gelingt es Dunst im Laufe der 1980er und 90er Jahre eine eigenständige Position im Bereich der Abstraktion zu entwickeln, die auch international wahrgenommen wird.
Die Inkongruenz von Wort und Bild und die Erfahrung des „Risses“ der beide Sphären trennt, steht von Anfang an im Mittelpunkt des Werkes von Heinrich Dunst. Mit „Objective/ Correlative“, seiner Gestaltung des erste Artstripes radikalisiert der Künstler diese Fragestellung, indem er erstmals auch gegenständliche Bilder in seine visuelle Grammatik integriert.
Das Verhältnis von Wort-und Bildsprache beschäftigt Dunst auch in Texten, Vorträgen und Ausstellungen, wie etwa in der Schau „Riss/Lücke/Scharnier A“, die er 2007 für seine Wiener Stammgalerie Nächst St. Stephan zusammengestellt hat.
Heinrich Dunst ist in zahlreichen wichtigen Sammlungen im In-und Ausland vertreten ua, in der Sammlung des MAK (Museum für Angewandte Kunst in Wien) oder der Sammlung Liaunig.

"Objective Correlative"





