Fast Forward
Mode in den Medien
Für: Künstlerhaus Wien
Datum: 16. April – 6. Juni 1999
Ort: Künstlerhaus und Loos-Haus Wien
Fast Forward ist eine Modeausstellung, die weitgehend auf Kleider als Exponate verzichtet. Im Mittelpunkt steht stattdessen die Rolle der Mode als Motor der visuellen Kulturen und damit die Dominanz und Vielfalt ihrer Repräsentationsformen in den Medien der 1990er Jahre.
Die Ausstellung interessiert sich demnach weniger für Mode per se, sondern für jene Ideen und Experimente, die in ihrem Namen und unter Ausnutzung ihrer Suggestivkraft entwickelt und an ein Massenpublikum transportiert werden. An Stelle von Kleidern präsentiert Fast Forward Inszenierungen des Modischen in Medien wie Film, Video, Photographie, Illustration, Animation oder Architektur und thematisiert dadurch auch die neuartigen Formen der Zusammenarbeit zwischen ModemacherInnen und den Angehörigen anderer gestalterischer Disziplinen wie Grafikdesignern, Technologen, Photographen und Filmemachern.
Der Hauptteil der Ausstellung wird auf rund 2000 qm und zwei Etagen im Wiener Künstlerhaus gezeigt um gleichzeitig die verbreitete These von der besonderen Bedeutung von Gegenwartskunst für die visuelle Kultur vor Ort zu relativieren. Wie diese Modeausstellung neuen Stils mit ihrer Fülle an Beispielen belegt, sind formale Innovation und inhaltliche Relevanz keineswegs Domainen der Gegenwartskunst sondern können auch unter dem Titel Mode realisiert werden. Dennoch gehört Fast Forward nicht zu jenen Ausstellungen, die Mode als Kunst missverstehen oder Mode gar zur Kunst nobilitieren möchten. Ganz im Gegenteil: Fast Forward handelt von der Mode als souveräner gestalterischer Disziplin und ihrer Attraktivität für Kollaborationen, die die Grenzen des Metiers ausreizen.
Einen traditionelleren Umgang mit dem Thema zeigt der zweite, kleinere Teil an einem dafür besonders geeigneten Ort: In den ehemaligen Atelier-räumen des Herrenschneiders Goldmann & Salatsch im berühmten Haus am Michaelerplatz von Adolf Loos ist eine Auswahl von Stücken aus der Sonderkollektion „Pleats Please“ von Issey Miyake in Form einer intimen Salonausstellung zu sehen, die ebenfalls die Kollaborationen zwischen dem japanischen Modemacher und verschiedenen internationalen Künstlern in ihren Fokus nimmt, ohne deswegen die Kleider zu Kunstwerken zu stilisieren.
Konzept: Ulrike Tschabitzer, Christian Muhr (Liquid Frontiers)
Ausstellungsarchitektur: propeller z (Wien)
www.propellerz.at
Grafikdesign: Alois Schwaighofer (Wien)
www.sectiond.at
Ausstellungswebsite: Boris Kopeinig (Wien)
www.boris.kopeinig.net

TeilnehmerInnen der Ausstellung im Künstlerhaus:
Bless (Berlin)
Burro (London)
Hussein Chalayan (London)
Susan Cianciolo (New York)
Diesel
Fabrics Interseason (Wien
Katerina Jebb, Comme des Garcons (Paris)
Maison Martin Margiela (Paris)
Benoit Meleard (Paris)
Kostas Murkudis (München)
The Returning Fashion Interest (New York)
Jeremy Scott (London)
SO by Alexander van Slobbe (Amsterdam)
Raf Simons (Mailand)
Simon Thorogood (London)
Isabel Toledo Studio (New York)
Viktor & Rolf (Amsterdam)
Vexed Generation (London)
W.&L.T.
Wendy & Jim (Wien)
Yohji Yamamoto (Tokio)
i-D Magazine (London)
Purple (Paris)
Tokion Magazine
Very
Visionaire

TeilnehmerInnen der Ausstellung im Looshaus:

TeilnehmerInnen der Vortragsreihe:
Rehmi Post (MIT Cambridge)
Mark Borthwick (New York)
Modeklasse Angewandte
Valery Steele (New York)
Ulf Poschardt (Berlin)
Terry Jones (London)

Ausstellungsansichten:
















