Hab & Gut
Was ein Dorf kann.
Für: Festival der Regionen Oberösterreich
Laufzeit: 18. Juni -3. Juli 2005
Ort: Stockschützenhalle Schwarzenberg am Böhmerwald
Als Beitrag zum Festival-Thema "Geordnete Verhältnisse" wurden an-nähernd alle 400 ständigen BewohnerInnen der Gemeinde Schwarzenberg zu ihren bezahlten und unbezahlten Tätigkeiten, individuellen Fähigkeiten und persönlichen Passionen befragt mit dem Ziel, ein möglichst komplettes Inventar der im Ort vorhandenen Kenntnisse und Aktivitäten zu erstellen aus dem sich u.a. ablesen lässt, wie die BürgerInnen ihre Verhältnisse selbst ordnen.
Durch die ausschließliche Orientierung am Selbstverständnis der Beteiligten umfasst diese Bestandaufnahme des kollektiven "Hab & Gut" der kleinen Kommune auch jene meist unsichtbaren, vermeintlich unwichtigen oder gar überflüssigen Aktivitäten, die üblicherweise übersehen werden -nicht zuletzt, weil sie oft keinen Preis haben.
Das zweite, zentrale Interesse der Ausstellung gilt daher der Frage, wofür die vorhandenen Fähigkeiten und ausgeübten Talente eingesetzt und in welchem Umfang sie getauscht werden.
Aus der aufgezeigten Fülle von unentgeltlichen Austauschvorgängen, die in Schwarzenberg alltäglich stattfinden, wurde durch Vergleich mit ähn-lichen aber bezahlten Tätigkeiten für einzelne dieser freiwilligen, nicht selten ehrenamtlichen Aktivitäten ein ökonomischer Gegenwert ermittelt und als Gesamtsumme in Geld beziffert.
Für eine weitere Veranschaulichung des Begriffs "Sozialkapital" sorgte eine Serie von großformatigen Plakaten auf denen in Schwarzenberg und Um-gebung 44 verschiedene Handlungsanweisungen gegeben wurden, die nach einer Studie der Harvard University geeignet sind, den kommunalen Zusammenhalt zu fördern.
Festival der Regionen: www.fdr.at
Konzept und Produktion: Liquid Frontiers (Wien)
Ausstellungsgestaltung: Urs Lehni (Zürich) in Zusammenarbeit mit Sarah Infanger (Amsterdam), Hansjakob Fehr und Dorothee Wettstein (Berlin)
www.lehni-trueb.ch
mit kommentierenden Essays von:
Irini Athanassakis (Wien)
Sebastian Braun (Universität Paderborn)
Marina Hennig (Humboldt-Universität zu Berlin)
Eva Hollerweger (NPO-Institut der WU Wien),
Thomas Sander (Harvard University, Cambridge)
Bernhard Tschofen (Universität Tübingen)
statistische Auswertung: Wolfgang Stagel (ISW Linz)

Ausstellungsansichten:






























