Gottfried Helnwein
Kampagne
Nach dem Abriss des Altbestandes präsentiert sich die Baustelle Wien Mitte vor allem als Leerstelle denn von außen ist kaum mehr zu sehen als die Lücke, die sie im dichtverbauten Stadtbild bildet. Aber der erste Eindruck trügt: in dieser Bauphase wächst das Projekt nicht in die Höhe, sondern in die Tiefe, wo mit großen Anstrengungen unter schwierigen topographischen Bedindungen das Fundament für die Errichtung des Gebäudekomplexes gelegt wird.
In vier enigmatischen Tableaus visualisiert der Künstler Gottfried Helnwein gerade das Unsichtbare dieser Vorgänge mit deutlichen Anklängen an klassische Vorstellungen, wie sich das Unterirdische mit dem Unheimlichen und Unbewussten verbindet, sowie an sein eigenes Oeuvre.
Gottfried Helnwein (*1948)
Malerei bildet den Mittelpunkt in einem Werk, das von Beginn an eine gewisse Distanz zum Museum und umgekehrt eine Nähe zu Massenmedien kultiviert. Es ist eine spezifische Form des "Realismus" mit der der Maler Gottfried Helnwein klassische Themen der Malerei wie das Portrait sowie extreme Körper- und Seelenzustände nicht nur in großformatigen Tafelbildern darstellt, sondern auch in seinen zahlreichen Gestaltungen von Magazin-und Platten-Covers, Plakaten und Bühnenbildern. In jedem Fall arbeitet Helnwein mit der "Macht der Bilder", die er bewusst und virtuos evoziert, wobei es für den Betrachter nicht leicht ist zu unterscheiden, ob die oftmals drastischen Szenen die dargestellten Zustände kritisieren oder glorifizieren.
Konzept und Fotografie: Gottfried Helnwein
Produktion: Liquid Frontiers

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